Selen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Wenn wir auch nur kleinste Mengen davon - also Spuren - brauchen, so ist es dennoch unverzichtbar, damit Immunsystem und Stoffwechsel funktionieren, unser Körper mit Stress, Umweltverschmutzung, Krankheiten und anderen Einflüssen besser fertig wird.

Leider enthält die tägliche Nahrung nicht genügend Selen, um den Körper ausreichend zu versorgen. Deutschland gehört deshalb neben vielen anderen europäischen Ländern zu den Selenmangelgebieten.

Weltweite Forschungen belegen: Zahlreiche Gesundheitsstörungen gehen mit einem Defizit an Selen einher, wie zum Beispiel erhöhte Infektanfälligkeit (insbesondere in der Erkältungszeit), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und colitis ulcerosa), Rheuma und Diabetes. Auch mangelnde Zeugungsfähigkeit des Mannes sowie Schilddrüsenfunktionsstörungen können eine Folge sein.

Was ist das? - Definition

Unwillkürliche, meist nächtliche Urinausscheidung nach dem 4. Lebensjahr ohne konkrete, körperliche Ursache.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen

- Enuresis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen

Je nach dem Zeitpunkt des Einnässens unterscheidet man Enuresis nocturna (nachts) und Enuresis diurna (tagsüber). Zugleich wird nach Einnässen vor (primär) und nach (sekundär) schon erfolgter Reinlichkeitserziehung des Kindes unterschieden. Fast ein Drittel der Fünfjährigen, 5% der Zehnjährigen und 2% der bis 14-jährigen nässen ein. Rund 1% der Erwachsenen haben dieses Problem. Die Kontrolle über die Blasenfunktion wird als Lernprozess definiert, der eine bestimmte Reife voraussetzt. Emotionale Belastungen, wie Trennung der Eltern, Tod eines Elternteils oder die Geburt eines Geschwisterkindes, können die Entwicklung verzögern bzw. eine sekundäre Enuresis verursachen. Zu frühe, zu späte oder inkonsequente Sauberkeitserziehung des Kindes kann diesen Reifeprozess unterbrechen und zu psychischen Störungen führen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen

Langjähriges und häufiges Einnässen stellt für die Familie eine erhebliche Belastung dar. Bei dem betroffenen Kind kann durch inadäquate Reaktionen von Eltern (Beschimpfen, Verspotten) und Umfeld (Stigmatisierung) die psychische Belastung verschlimmert werden. Aus diesem Grund sollte das familiäre Umfeld in eine Therapie mit eingebunden werden.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen

Auszuschließen sind alle körperlichen Ursachen für eine unkontrollierte Urinausscheidung (Inkontinenz), wie Harnwegsinfekte, urogenitale Fehlbildungen, neurologische Störungen, internistische Erkrankungen (wie Diabetes) oder Medikamentenwirkungen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps

- Das Bett sollte auf das anfänglich zu erwartende Einnässen vorbereitet werden (Gummieinlage).

- Eine fördernde Reinlichkeitserziehung kann ausreichen. Dazu gehört eine beruhigende Reaktion bei Misserfolgen.

- Feste Zeiten erleichtern das Urinieren. So beispielsweise regelmäßig vor dem Schlafengehen, u.U. auch während der Nacht einmal.

- Ein Kalender, den das Kind selbst ausfüllt, mit Sonnen für trockene Tage/Nächte und Regenwolken für nasse fördert die Motivation des Kindes und erleichtert die Therapie.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition

Eine Entzündung des Bauchfells ist eine gefürchtete Komplikation nach chirurgischen Eingriffen oder Erkrankungen in der Bauchhöhle.

Das Bauchfell kleidet das Innere der Bauchhöhle aus und umhüllt teilweise die inneren Organe.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen

Peritonitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen

- Die Infektion von Bauchorganen, etwa der Gallenblase oder des Blinddarms, kann auf das Bauchfell übergreifen, wenn es zum Aufbrechen der entzündeten Organwand (Perforation) kommt.

- Nach Operationen im Bauchraum können auch bei vorsichtigster Operationstechnik Keime zurückbleiben.

- Ein Darmverschluss führt zu einem starken Einstrom von Flüssigkeit in den Darm. Das macht die Darmwand durchlässig für Keime, es kommt zur Durchwanderungsperitonitis.

- Bei Bauchwassersucht (Aszites) können ebenfalls so Krankheitserreger in die Bauchhöhle gelangen.

- Ein Sonderfall ist die abakterielle Peritonitis bei einer Form des Nierenersatzes, der Peritonealdialyse. Dabei werden über Katheter Austauschstoffe in die Bauchhöhle gegeben. Über die Blutgefäße des Bauchfells werden dem Blut Wasser und Giftstoffe entzogen. Die hoch konzentrierten Austauschstoffe greifen über längere Zeit das Bauchfell an und verursachen eine chronische Entzündung.

- Auch bei Autoimmun- und Stoffwechselkrankheiten kommt es zur Bauchfellentzündung.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome

Folgende Symptome kommen bei einer Peritonitis vor:

- starke bis stärkste Bauchschmerzen

- Übelkeit und Erbrechen

- Durchfall oder Verstopfung

- Schüttelfrost und Schweißausbrüche

- hohes Fieber

- Kreislaufbeschwerden

- brettharter Bauch.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen

Eine Bauchfellentzündung ist eine gefährliche Erkrankung. Im Verlauf kann es besonders bei der infektiösen Bauchfellentzündung zu Flüssigkeitsmangel, niedrigem Blutdruck und Schock kommen. Unbehandelt führt dies zum Tod. Manchmal kann auch eine Sepsis (Blutvergiftung) entstehen, eine lebensbedrohliche überschießende Reaktion des Körpers auf die Krankheitserreger.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen

- Auch gynäkologische Erkrankungen führen zu Bauchschmerzen.

- Im Bauchraum befinden sich Gallenblase, Niere und Blase. Entzündungen oder Steine in diesen Organen führen ebenfalls zu heftigen Bauchschmerzen, die aber kolikartig, also schubweise kommen.

- Verdauungsstörungen, oder andere Krankheiten des Darms können ebenfalls starke Bauchschmerzen verursachen.

- Auch Gefäßerkrankungen (z.B. Bauchaortenaneurysma) können schmerzhaft sein.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps

Ob Bauchschmerzen gefährlich sind, kann auch der Arzt oft nur nach genauer Untersuchung beurteilen, etwa bei einer Ultraschalluntersuchung. Deshalb ist bei starken Bauchschmerzen ein Arztbesuch erforderlich.

Kreislaufbeschwerden, rasender Puls, brettharter Bauch oder gar Bewusstseinsstörungen deuten auf einen schweren Verlauf hin. Dann ist umgehend ärztliche Hilfe erforderlich - ein Fall für den Notarzt!

In weniger schweren Fällen lindert Wärme die Bauchschmerzen. Hilfreich ist auch die richtige Lagerung des Betroffenen:

Zur Entspannung der Bauchdecke können Kissen unter den Knien bei leicht erhöhtem Oberkörper beitragen.

Auf Essen und Trinken sollte bei starken Bauchschmerzen verzichtet werden.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition

Veränderungen in und an den Wänden der Blutgefäße, welche die betroffenen Gefäße zunehmend einengen und mit der Zeit völlig verschließen können.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen

- Arterienverkalkung

- Arterielle Verschlusskrankheit (AVK)

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache

Die Arteriosklerose ist eine sehr häufige und gefährliche Erkrankung. 50 Prozent der Todesfälle in den Industrienationen sind auf Folgen dieser Gefäßveränderungen zurückzuführen. Sie beginnt mit kleinen Verletzungen der innersten Arterienschicht. Im Bereich der Schädigung lagern sich verschiedene Substanzen ab, und zwar nicht, wie man wegen des landläufigen Namens "Arterienverkalkung" vermuten könnte nur Kalk, sondern auch Fette und Blutplättchen. Die Ablagerungen führen langfristig zur Gefäßeinengung.

Viele Faktoren begünstigen die Entwicklung einer Gefäßverkalkung:

- Erhöhter Blutdruck: Wenn er lange Jahre schon besteht, kann es durch die ständige Druckbelastung auf die Gefäßwände zu den auslösenden Verletzungen kommen.

- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit): Es kommt nicht selten schon in recht jungen Jahren zu Gefäßeinengungen.

- Erhöhte Blutfette: Sie steigern das Risiko einer Arterienverkalkung, weil sich das Fett in den Gefäßen ablagert.

- Das Alter: Mit dem Alter kommt es zum Elastizitätsverlust der Gefäße, da die elastischen Fasern verschwinden und durch "starres" Bindegewebe ersetzt werden.

- Rauchen: Es schädigt auf lange Sicht die Gefäße.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome

Die Arterienverkalkung ist ein chronischer Prozess, der meist erst nach Jahren zu Beschwerden führt. Sind die Gefäße verengt, kann das Versorgungsgebiet des Gefäßes nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. Abhängig davon, welche Arterien durch die Arteriosklerose betroffen sind, kommt es zu Veränderungen an den von ihnen versorgten Organen mit den entsprechenden Beschwerden. Da es sich meist um ein Gefäßleiden handelt, das nicht nur eines, sondern viele verschiedene Gefäße betrifft, leiden Patienten oft an mehreren Folgeerkrankungen.

Am häufigsten kommt es an folgenden Organen zur Arterienverkalkung und dem entsprechenden Krankheitsbild:

- Sind die Herzkranzgefäße des Herzens eingeengt, der Mediziner bezeichnet dies als koronare Herzkrankheit. Es kommt bei körperlicher oder psychischer Belastung zu Schmerzen in der Herzgegend, den Angina pectoris - Anfällen.

- Bei Verengungen der Beinarterien sind Beinschmerzen beim Gehen typisch. Im fortgeschrittenen Stadium spricht der Arzt von einer arteriellen Verschlusskrankheit.

- Viele alte Menschen beklagen Schwindelgefühle. Auch sie können Zeichen für eine Arteriosklerose und zwar der Verkalkung der kleinen Gefäße im Gehirn sein.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen

Nimmt die Arterienverkalkung zu, erhöht sich im Laufe der Zeit die Gefahr von Komplikationen ganz erheblich. Je nachdem, welches Organ betroffen ist, können sich typische Komplikationen entwickeln:

- Am Herzen kommt es zum Herzinfarkt, wenn eines der Herzkranzgefäße plötzlich vollständig verschlossen ist.

- Eine sehr häufige Folge der Arteriosklerose der Herzgefäße ist die Herzschwäche. Denn wenn das Herz lange Zeit nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, nimmt die Herzleistung ab. Es kommt zur Rechts- oder Linksherzschwäche. Sind beide Herzhälften schwach, so spricht man von einer globalen Herzschwäche.

- Lösen sich Teile der Gefäßablagerungen, werden sie mit dem Blut weitertransportiert bis sie in kleineren Gefäßen hängen bleiben und diese vollständig verstopfen (eine so genannte Embolie). Folge kann ein Absterben des betroffenen Beines oder Organs sein.

- Kommt es im Gehirn zu solch einer Arterienverstopfung, resultiert ein Schlaganfall.

- Besonders in der Aorta, der größten Arterie unseres Körpers, kann sich durch die Gefäßwandschädigung im Laufe der Jahre eine Aussackung der Arterienwände, ein so genanntes Aneurysma, bilden. Nimmt die Größe dieser Aussackung zu, besteht die Gefahr, dass es platzt.

- Sind die Nierengefäße durch eine Arterienverkalkung eingeengt, kann sich eine chronische Nierenschädigung entwickeln.

Verhaltenstipps

- Bestehende Blutgefäßveränderungen bilden sich nur selten zurück. Die einzige Chance, den Krankheitsprozess abzubremsen, ist die konsequente Besserung der Risikofaktoren. Das bedeutet, dass ein hoher Blutdruck, eine Zuckerkrankheit und erhöhte Blutfette behandelt werden müssen. Auf Nikotin ist zu verzichten.

- Zur Vorbeugung der Arterienverkalkung sind eine ausgewogene und fettarme Ernährung sowie regelmäßige Bewegung wichtig.

- Treten bei körperlicher Belastung Schmerzen in der Herzgegend oder den Beinen auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition

Mit Angina wird in der Medizin etwas ausgedrückt, was mit einem Gefühl der Enge einhergeht. Bei einer Angina pectoris handelt es sich um ein Engegefühl in der Brust (pectoralis = zur Brust gehörend). Das Gefühl entsteht, wenn der Herzmuskel nicht mit genügend Sauerstoff versorgt wird. Bei einer Angina pectoris-Attacke läßt das Engegefühl nach einer gewissen Zeit wieder nach.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen

- Stenokardie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen

Die Hauptursache für das Auftreten einer Angina pectoris-Attacke ist eine koronare Herzkrankheit. Bei diesem Krankheitsbild werden die Arterien, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen, im Rahmen einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) eingeengt. In Ruhe reicht die Durchblutung des Muskels meist aus. In Situationen aber, in denen das Herz vermehrt arbeiten muss, zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung, Aufregung und Stress, bei schweren Mahlzeiten, Fieber oder auch Kälte, kann der benötigte Sauerstoff nicht mehr ausreichend angeliefert werden.

Gefährdet sind vor allem Menschen, die an Bluthochdruck, zu hohen Blutfettwerten oder der Zuckerkrankheit leiden, aber auch Raucher und Übergewichtige. Gesellen sich noch Kreislaufbelastungen hinzu, beispielsweise im Rahmen einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer schweren Blutarmut (Anämie), oder schlägt das Herz zu rasch, reichen schon minimale Verkalkungen der Herzkranzgefäße, damit sich ein anginöser Schmerz einstellt.

Eine Sonderform der Angina pectoris ist die so genannte Prinzmetal-Angina. Bei ihr wird die Durchblutung des Herzmuskels zusätzlich zur Gefäßverkalkung durch ein krampfartiges Zusammenziehen des betroffenen Gefäßes behindert. In ganz wenigen Fällen liegt nicht einmal eine Gefäßverkalkung vor.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome

Die Patienten verspüren ein Bohren oder Stechen direkt hinter dem Brustbein. Häufig strahlt der Schmerz in die linke Achsel aus, manchmal sogar bis unter die Elle des linken Arms, seltener in den Hals oder in den rechten Arm. Die Symptome sind meist begleitet von einem Angstgefühl oder Atemnot. Manchmal klagen die Betroffenen auch über ein Druckgefühl im Oberbauch.

Wenn die Betroffenen zur Ruhe kommen, verschwinden die Schmerzen in der Regel von allein. Eine Attacke dauert meist weniger als fünf Minuten an.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen

Unterschieden wird im Verlauf vor allem zwischen der so genannten stabilen und der instabilen Angina pectoris.

Bei der stabilen Angina pectoris ereignen sich die Attacken, wenn der Herzmuskel stark beansprucht wird, wie bei körperlicher Belastung, Aufregung, Kälte oder beim Verdauen einer schweren Mahlzeit. Das Auftreten eines Anfalls ist kalkulierbar, der Betroffen kann nach einer gewissen Zeit herausfinden, bei welcher Art und welcher Stärke der Belastung er mit einer Attacke zu rechnen hat. Und er kann in der Regel damit auch gut umgehen, weil der Anfall auf so genannte Nitropräparate anspricht.

Die instabile Angina pectoris ist unberechenbar. Entweder weil sie zum erstenmal bei jemand aufgetreten ist und man noch keine Erfahrung hat, ob sie regelmäßig und bei gleichen Belastungen zu erwarten ist. Oder weil der Anfall durch immer geringere Belastungen ausgelöst wird, die Attacken immer häufiger vorkommen, die Dauer und/oder die Heftigkeit der Anfälle zunehmen oder die Medikamente immer schlechter wirken. Im Extremfall treten die Anfälle schon bei Ruhe auf.

Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, ist bei einer instabilen Angina pectoris sehr hoch einzuschätzen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder

Ein Angina pectoris-Anfall ist das Symptom für eine Minderversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff, also einer koronaren Herzkrankheit. Lassen die Beschwerden jedoch nicht innerhalb kürzester Zeit nach, kann es sich auch um einen Herzinfarkt handeln. Dasselbe gilt, wenn Nitropräparate, die ein bereits erfahrener Angina pectoris-Patient in der Regel immer bei sich hat, nicht mehr ansprechen. Im Zweifelsfalle sollte immer sofort ein Notarzt geholt werden.

Brustschmerzen können auch bei anderen Krankheiten auftreten, doch haben sie in der Regel nicht den anfallsartigen Charakter einer Angina-Attacke und haben andere Auslöser. So treten beispielsweise Schmerzen hinter dem Brustbein auch bei einer Refluxkrankheit auf, doch meist zusammen mit Sodbrennen und nach dem Essen. Bestimmte Bewegungen können Burstschmerzen auslösen, wenn knöcherne Veränderungen oder Entzündungen im Rahmen einer Arthrose oder rheumatischen Erkrankung zu Grunde liegen.

Verhaltenstipps

- Bestehende Blutgefäßveränderungen bilden sich nur selten zurück. Die einzige Chance, den Krankheitsprozess abzubremsen, ist die konsequente Einschränkung der Risikofaktoren. Das bedeutet, dass ein hoher Blutdruck, eine Zuckerkrankheit und erhöhte Bluttfette behandelt werden müssen. Auf Nikotin ist zu verzichten. Übergewicht ist abzubauen.

- Zur Vorbeugung der Arterienverkalkung sind eine ausgewogene und fettarme Ernährung sowie regelmäßige Bewegung wichtig.

- Treten bei körperlicher Belastung Schmerzen in der Herzgegend auf, sollte zum Ausschluss einer Verengung der Herzkranzgefäße ein Arzt aufgesucht werden.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition

Ein Analekzem ist eine akute oder chronische Entzündung der Haut direkt am After und um den After herum, die mit einem ausgeprägten Juckreiz des betroffenen Areals einhergeht. Das Analekzem kommt unter den Erkrankungen, die After und Mastdarm betreffen, am häufigsten vor.

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen

Das Analekzem kann viele Ursachen haben und kann fast alle Probleme am After und Mastdarm begleiten. Meistens kommt es zur Entzündung, wenn der Schließmuskel, beispielsweise im Rahmen eines Hämorrhoidalleidens, den Stuhl nicht mehr optimal zurückhalten kann. Hierdurch wird die Haut am After ständig befeuchtet und das Gewebe quillt auf. In der feuchten Umgebung können sich schädliche Keime aus dem Darmtrakt gut ausbreiten. Stuhlreste begünstigen die Vermehrung der Bakterien und Hefepilze noch weiter. Aus tieferen Gewebeschichten wandern schließlich weiße Blutkörperchen ein, das Areal entzündet sich und beginnt zu jucken. Die Haut verdickt sich ledrig. Andere Reize von außen, die zu einem Analekzem führen können, sind:

- mangelnde Hygiene

- heftiges Schwitzen

- Durchfälle

- Reiben

Daneben spielen auch Kontaktallergien, beispielsweise auf Konservierungsmittel oder Inhaltsstoffe bestimmter Salben oder Zäpfchen, als Ursache eine Rolle. Auch ein trichterförmiger After oder eine chronische Analfissur leisten einem Analekzem Vorschub.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome

Die Haut an der Stelle des Ekzems rötet sich. Im Gegensatz zu Ekzemen an anderen Körperstellen schuppt sie sich hier meistens nicht. Ihre oberste Schicht wird aber dicker und verändert sich schwammartig. Oft zeigen sich, bedingt durch das Aufquellen des Gewebes, weißliche Verfärbungen. Häufig reißt die Haut rund um den After noch zusätzlich ein. Im akuten Stadium überwiegt ein Brennen, im chronischen ein oft quälender Juckreiz. Typischerweise verschmutzen Schleim, Sekret und Kot die Wäsche. Kratzspuren in Form von Blutresten lassen sich am Toilettenpapier erkennen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen

- Infektionen mit Hefepilzen

- eine Schuppenflechte, die in seltenen Fällen fast ausschließlich am After auftreten kann; der Arzt wird hier allerdings meist einen charakteristischen Einriss entlang der Analfalte entdecken.

- seltener ein so genannter Lichen ruber planus, das heißt eine chronisch-entzündliche juckende Erkrankung der Haut mit stecknadelkopfgroßen, matt glänzenden Knötchen.

Verhaltenstipps

Betroffene sollten auf stark austrocknende Reinigungsmaßnahmen, vor allem auf den übermäßigen Gebrauch von seifenhaltigen Waschsubstanzen oder feuchtem Toilettenpapier verzichten. Manchmal helfen Sitzbäder mit Gerbstoffen, z.B. aus der Eichenrinde.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.